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Die indonesischen Schwestern - Lesbenstern.de
von Sandra Wöhe ... macht Lust auf Reis, macht Lust auf indonesische Kultur, macht Lust auf mehr Geschichten aus dem Leben dieser Frauen.
Es gibt Bücher, bei denen möchte man einfach nicht, dass der Stapel mit den noch verbleibenden Seiten immer dünner wird. "Die indonesischen Schwestern" ist eines dieser Bücher, die ich am Ende nur ungern aus der Hand gelegt habe. Wie das wohl alles weiter geht? Am liebsten hätte ich gleich die Fortsetzung gelesen ...
Man fühlt sich schnell vertraut mit Phyllis, ihren drei Töchtern und der kleinen Kiwi, die die Autorin mit einem gewissen Augenzwinkern beschreibt und agieren lässt. Gleichzeitig sind die indonesischen Riten und Denkweisen von Phyllis irritierend. Da wird zum Beispiel eine Placenta unter Protest der anwesenden Hebamme als Lebenswegbegleiterin für das Neugeborene im Garten vergraben, zusammen mit Reis und einem Plastikauto, mitten in Nordrhein-Westfalen. Konflikte sind also vorprogrammiert im Umfeld der eingewanderten indonesischen Familie.
Die Themen Fremdheit und kulturelle Verwurzelung ziehen sich somit durch das gesamte Buch, werden aber weder dramatisiert noch überstrapaziert. Bei aller humorvollen Leichtigkeit dieses Romans - man kommt schnell selbst darauf, wie es sich anfühlen muss, fremd in einem Land zu sein und mit Vorurteilen und seltsamen Reaktionen leben zu müssen. Ein facettenreiches Lesevergnügen, das ich nur empfehlen kann.
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